Eine Trennung kann eine schwere Lebenskrise auslösen. Manchmal gehen Menschen einfach, weil es sich aus ihrer Biographie ergibt: Ein Kind geht aus dem Haus, der Partner hat eine Arbeit in einer anderen Stadt gefunden, usw. Manchmal gibt es auch schwerwiegendere Einschnitte wie eine Scheidung. Und wenn ein bisher zentral wichtiger Mensch stirbt, so ist das die größte Trennungsherausforderung, vor die wir in diesem Leben gestellt sein können.

 

Wer Trennung erleben muss, verliert zunächst ein gutes Stück Bindung in der Welt. Und Bindung ist für fast alle Menschen in jedem Lebensalter ein zentrales Bedürfnis. Wer sie verliert, erlebt unvermeidlich seelischen Schmerz - oder tut alles, um diesem Schmerz aus dem Weg gehen zu können. Sich mit seinem Trennungsschmerz aktiv auseinanderzusetzen, kann in vielen Fällen helfen, die Lebenskrise in eine Lebenschance zu verwandeln.


Der gleichermaßen wichtige Gegenpol zur Bindung ist die Freiheit. Zwischen Bindung und Freiheit erleben wir uns in der Welt. Eine gute Bindung ist die Grundvoraussetzung für freies Handeln und Entdecken der Welt. So kann eine gut und aktiv verarbeitete Trennung nach und nach auch zu neuen Perspektiven führen. Ein Neubeginn wird möglich.

 

"Es sind nicht die äußeren Umstände, die das Leben verändern, sondern die inneren Veränderungen, die sich im Leben äußern." 

Wilma Thomalla

 

ENTWICKLUNGSBEGLEITUNG
Annette Pichler
entwicklungsbegleitung@posteo.de